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Research Lab: Fuck Feminism - Pussybasher23 schlägt zurück

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Thu, June 13, 2019 | 19:00 Add to Calendar 2019-06-13 17:00:00 2019-06-13 17:00:00 Research Lab: Fuck Feminism - Pussybasher23 schlägt zurück Studio B, JAM MUSIC LAB AMP - International Academy of Music and Performing Arts Vienna office@amp-vienna.com Europe/Vienna public
Studio B, JAM MUSIC LAB

Gasometer B, Guglgasse 8
1110 Vienna
Austria

Open Map

Von und mit: Marietta Born I Katrina Buchberger I Lucy Coatman I Lisa Kärcher I Michaela Leuchtenmüller I Viktoria Mezovsky I Louisa Specht

Leitung und Regie: Susanne Draxler
Dramaturgie: Lisa Kärcher

Open Lab:
Donnerstag 13. Juni 2019, 19h
Gasometer B, Guglgasse 8
1110 Wien, Österreich

Den Rahmen des Projekts bildete das Research Laboratories for Music Research / FEMINIST THEATRE PROJECT eine prozessorientierte Lehrveranstaltung im WS 2018-SS 2019, das von der Jam Music Lab University und der AMP - International Academy of Music and Performing Arts Vienna organisiert und finanziert wurde.

FUCK FEMINISM. PussyBasher 23 schlägt zurückzeigt auf, dass in unserer derzeitigen Gesellschaft die Schere zwischen fortschrittlichen Ansätzen und reaktionären Elementen immer weiter auseinandergeht. Durch eine starke Kontrastierung von „feministischen Stimmen“ und dem sogenannten „Mob“ aus reaktionären Meinungen bzw. Posts wird diese Polarisierung sichtbar gemacht. Das Ensemble reflektierte in der Research-Phase auch eigene Haltungen und Prägungen, die dabei entstehenden Diskussionen wurden dokumentiert und in die Stückentwicklung einbezogen.

Das Zusammenspiel instrumentaler, darstellerischer und vokaler bzw. verbaler Ausdrucksmittel ist ein zentrales Anliegen dieses Projektes.

Ein weiterer Fokus liegt auf der Recherche zum Projekt – auf der Erstellung eines Konvoluts feministischer Stimmen und deren Kontrastierung mit kritischen bzw. rückschrittlichen User-Kommentaren in den einschlägigen Social-Media-Kanälen.

Was wir wollen!

Wir wollen patriarchale Machtstrukturen sichtbar machen, die nach wie vor die Lebensrealitäten von Frauen* weltweit dominieren.

Wir wollen einen feministischen Diskurs in Gang bringen.

Wie?
Mit profemistischen Statements, mit denen wir uns rückwärtsgewandten, unaufgeklärten und bornierten Meinungsäußerungen entgegenstellen.

Bitch, du machst auf Cardi B? Mach mal lieber Cardio! (Farid Bang & Kollegah, Echo Gewinner 2018)

Ich möchte wieder gerne essen können. ICH BEGEHRE STARK SEIN ZU DÜRFEN. (Lucy C., Research Lab Teilnehmerin, ehemals essgestört.)

Mit einem stärkeren Bewusstsein dafür, wie viel bzw. wie wenig Raum Frauen* in unserer Gesellschaft tatsächlich bekommen.
Ensemble-Probe, Uni. Ich, heute in der Funktion der Leiterin, extrem gut vorbereitet. Den von mir komponierten Song für die Band auf Leadsheets notiert. Teile ihn aus und spiele ihn auf meiner
Gitarre vor, um meine Idee zu transportieren. ICH BIN WIRKLICH STOLZ!
Gitarrist, männlich, spielt kommentarlos etwas anderes. Ich kontrolliere seine Noten. Habe ich einen Fehler gemacht? Nein. Er spielt den Song einfach nicht wie ich es möchte. Ich weise ihn darauf hin, darauf folgen ein paar Sticheleien.
Aber ich bin von meiner Vision überzeugt und bestehe auf Umsetzung meiner Idee. Die Stimmung kippt. ICH BIN EINE ZICKE (Louise S., Research Lab Teilnehmerin, Bossy Bitch)

Mit dem Vorantreiben der Gleichstellung von Frauen* weltweit.
Weibliches Begehren ist immer das Begehren einer bestimmten Frau, und es ist weiblich, nicht weil es dies oder das zum Inhalt hat, sondern weil es eine Frau ist, die begehrt. Es verweist auf einen Mangel,
auf etwas, was fehlt und darauf, diesen Mangel auszugleichen. Es geht aber nicht um etwas, was den Frauen fehlt, sondern um etwas, das der Welt fehlt.
(Antje Schrupp, deutsche Politikwissenschaftlerin, Journalistin und Feministin)

Mit einem klaren Zeichen gegen die Monopolposition von Männern* im Musikbusiness und der Förderung heimischer Musikerinnen.
 „Auf dem Musikmarkt, wo es ums Geld geht, spielen Künstlerinnen eine untergeordnete Rolle. Die Spitzenergebnisse stellen auch hier die Männer. Es sind unsichtbare Macht- und Verteilungskämpfe, die hier gewonnen werden.“ (Kerstin Grether, Sängerin und Popkulturjournalistin)

Liebe Pink, du bist eine unglaublich bemerkenswerte Frau, du hast dich trotz des gewaltigen Drucks der Musikindustrie gefunden und bist dir treu geblieben. Das Älter werden deiner Tochter hat dich bemerken lassen, wie früh Kindern gesagt wird wer und was schön“ ist und dagegen gehst du an. Du möchtest die Welt für deine Kinder besser machen und somit auch für alle Kinder der Welt. Danke, dass du bist wie du bist. (Marietta B., Research Lab Teilnehmerin, in ihrem Brief an US-Musikerin PINK Pop- / Rocksängerin und Songwriterin)


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